Sehr schöne Aktion

Ich bin gestern Abend aus Münster zurückgekommen. Heute bekam ich diesen Film über eine Aktion von Pädagog*innen, die in Münster stattgefunden hat und die ich richtig gut finde:

https://odysee.com/@bastianbarucker:c/Hilferuf-der-P%C3%A4dagogen:9

Unangenehm ist mir dabei allerdings aufgefallen, daß alle Menschen, ob männlich oder weiblich, Schilder mit der männlichen Form tragen: „Ich bin Pädagoge…“.

Noch etwas Schönes: in der neuen Oya steht ein Text von John Holloway, einem irischstämmigen Lehrbeauftragten, der an einer freien Universität in Mexiko lehrt und den Zapatisten nahesteht. Am liebsten würde ich den ganzen Text zitieren. Geht natürlich nicht, aber hier ein paar Kostproben: „Der Umstand, daß der Staat an das Kapital gebunden ist, bedeutet, daß er uns ausschließt. Die staatliche Demokratie ist ein ausschließender Prozess, der sagt: ‚Komm und stimme alle vier oder fünf Jahre für uns, geh dann nach Hause und akzeptiere, was wir beschließen.‘

„Räte und Kommunen sind Bewegungen hin zur Selbstbestimmung: Indem wir miteinander fragend-zuhörend denken, entscheiden wir, wie wir leben wollen – nicht, indem wir dem blinden Diktat des Profits folgen… Es hilft wenig, am Vorabend unserer Auslöschung zu proklamieren: ‚Das ist alles die Schuld der Kapitalisten und ihrer Staaten!‘ Nein. Es ist unsere Schuld, wenn wir nicht die Macht des Geldes brechen und unsere Eigenverantwortung für die Zukunft menschlichen Lebens vom Staat zurückfordern.“

Zur Zeit bin ich übrigens sehr zuversichtlich. Es tut sich soviel, ich lerne viele neue Menschen kennen, es bilden sich Kreise, in denen Neues geträumt und gesponnen wird. Herr Schwab vom Weltwirtschaftsforum wünscht sich den Great Reset. Nun, ich denke, den wird es geben, aber nicht so, wie er ihn sich vorstellt. Und ich möchte ihn dann auch lieber den Großen Wandel nennen, nach Joanna Macys Great Turning.

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