Vor einer Woche hatte ich meine Augenoperation. Dieses Mal lief alles glatt und ich fühlte mich gut behandelt und ernstgenommen. Der Anästhesist spritzte mir auf meine Bitte kein Benzodiazepin sondern nur Propofol. Ich habe vor Jahrzehnten einmal Valium genommen und darauf paradox, d. h. mit extremer Unruhe reagiert. Seitdem habe ich nie wieder Experimente mit Benzodiazepinen gemacht. Er verwickelte mich übrigens, während er mich auf die OP vorbereitete, psychologisch geschickt in ein Gespräch über meinen früheren Beruf und machte Witze, so daß ich gar nicht dazu kam, mir Sorgen zu machen. Außerdem trug er die FFP2-Maske während der ganzen Zeit am linken Ohr hängend, so daß ich sein ganzes Gesicht sehen konnte. Sehr sympathisch. Überhaupt, die nur in Deutschland vorgeschriebenen FFP2-Masken in der Bahn und in Arztpraxen: mir ist schon zu Ohren gekommen, daß das europäische Ausland über uns lacht. Menschen fahren mit dem Zug aus Italien und Österreich nach Deutschland, ohne Maske, und sobald die Grenze nach Deutschland passiert wird, setzen sie die Maske auf. Das ist ein weiterer Schritt auf der nach oben offenen Absurditätsskala. Zurück zur OP: ich war, anders als ich vermutet hatte, die ganze Zeit bei Bewusstsein. Der Augenchirurg erklärte mir jeden einzelnen Schritt: wie meine getrübte Linse mit Ultraschall zertrümmert und abgesaugt wurde, wie dann die neue Kunststofflinse durch die winzige Öffnung in der Hornhaut geschoben und im Inneren meines Auges aufgefaltet wurde. Ich spürte nichts davon, mein Auge war ja betäubt. Das einzig wirklich Störende war das extrem helle Licht, das in mein mit Hilfe einer Klammer offen gehaltenes Auge fiel. Nach wenigen Minuten war alles vorbei und ich durfte das Haus mit einem zugeklebten rechten Auge verlassen. Der liebe J. brachte mich nach Hause. Am nächsten Morgen entfernte ich den Verband und konnte sehen. Allerdings habe ich noch nicht den vollen Durchblick, besonders die Fernsicht lässt zu wünschen übrig. Lesen und PC sind möglich, immerhin. Die Rechnung der Klinik kam postwendend, denn die bifokale Linse für mittlere Nah- und Fernsicht, die ich mir gewünscht hatte, wird nicht von der Krankenversicherung übernommen. Ich habe mich für sie entschieden, weil ich wie bisher höchstens zum Lesen eine Brille tragen möchte.
Warum sich die Menschen von Extinction Rebellion und Letzte Generation an Straßenbelägen festkleben, kann ich noch ein wenig nachvollziehen, auch wenn ich es nicht für sinnvoll halte. Aber kann mir mal einer erklären, warum sie sich auch an den Werken alter Meister in Museen festkleben? Darüber kann ich mich nur wundern. Das Motiv ist wohl schiere Verzweiflung, aber was sollen solche Aktionen bewirken? Auch die Kleberei auf den Straßen führt doch zu nichts als genervten Autofahrern, behinderten Rettungskräften und kein bisschen zur Verhinderung des Klimawandels (auf den ich gleich noch zu sprechen komme). Ich bin ja auch fast täglich mit dem Auto zur Arbeit gefahren, weil es einfach nicht anders ging. Wenn sich da jemand auf die Bundesstraße geklebt und ich stundenlang im Stau gestanden hätte, hätten meine Kollegen Doppelschichten machen müssen, weil keine Ablösung gekommen wäre. Ich habe zudem eine Aversion gegen selbstverletzendes Verhalten und fühle mich in keinster Weise für den Klimawandel verantwortlich. Eher könnte ich noch Sympathien aufbringen, wenn die jungen Märtyrer sich da festkleben würden, wo Elon Musk und Co. ihre mit Satelliten bestückten Raketen in den Orbit schießen oder reiche Leute ihre Privatjets starten. Nicht missverstehen bitte, ich habe nix gegen zivilen Ungehorsam. Der ist manchmal und heutzutage sogar sehr oft dringend nötig.
Flensburg vom Wasser aus
Vor einigen Tagen machte mich eine Leserin auf ein sehr schönes Projekt aufmerksam: Lange Töne für den Frieden von dem Musiker Markus Stockhausen. Das ist in meinen Augen eine wirklich magische Aktion und ich hoffe sehr, daß er mal in meine Nähe kommt, damit ich dabei sein kann. Auf Radio München äußert er sich selbst dazu: https://soundcloud.com/radiomuenchen/musik-ist-eine-freie-sprache-lange-tone-fur-den-frieden-mit-markus-stockhausen
Ich kann auch seine Website empfehlen, ganz besonders seine Texte zu Corona und Klimawandel. Im Laufe dieses Jahres bin ich immer mehr dazu gekommen, das Narrativ vom menschengemachten Klimawandel anzuzweifeln und in den letzten Monaten sind diese Zweifel immer größer geworden. Markus Stockhausen scheint ähnliche Zweifel zu haben (ebenso immer mehr Menschen in meinem Umfeld) und hat eine Reihe Informationen dazu zusammengestellt, mit denen jede und jeder sich ein eigenes Bild machen kann. Um es noch mal ganz deutlich zu machen: es ist nicht zu übersehen, daß wir mitten in einem Klimawandel stecken, aber die Ursachen, die man uns dafür nennt, stimmen ganz offensichtlich nicht und die Lösung, CO2 einzusparen, hätte fatale Folgen, denn ohne CO2 keine Pflanzen. Aber schaut selber: https://www.markusstockhausen.de/trompeter-musiker-komponist/676/klimawandel-multiple-ursachen
Nachtrag 22.11.: Leider hat Markus Stockhausen die empfohlenen Texte von seiner Seite genommen. Vielleicht hat er Probleme bekommen wie soviele, die nicht das herrschende Narrativ bedienen. Sehr schade!






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