Mein Angebot – Wilde Medizin

Wildkräuterwanderungen und Naturerfahrung

Medizin aus Wildkräutern gehört – neben schamanischen Heilweisen – zu den ältesten Formen der Heilkunst auf dieser Erde.
Sie ist einfach, kraftvoll und überall verfügbar. Denn die Natur beschenkt uns reich: Wildkräuter wachsen vor unseren Füßen – in der Stadt ebenso wie auf dem Land.

Uraltes Wissen der weisen Frauen

Wildkräutermedizin ist Teil der alten Heilkunde der Mütter, Großmütter, Hexen und weisen Frauen.
Sie beruht auf Erfahrung, Intuition und der tiefen Verbundenheit mit der Natur.
Als Nahrung und Medizin schenken uns Wildkräuter heilende und transformierende Impulse – sie stärken unsere Körperzellen, nähren unsere eigene Wildheit und begleiten uns in gesunden wie in herausfordernden Zeiten.

Instinkt und Intuition

Wilde Tiere wissen instinktiv, welches Kraut ihnen hilft, wenn sie krank oder verletzt sind.
Wir Menschen hingegen haben verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören, unseren Sinnen zu vertrauen und unser uraltes Wissen zu erinnern.

Rückkehr zur inneren Natur

Heute ist es an der Zeit, diese Verbindung wieder aufzunehmen – zu unserer inneren Natur, zu den Pflanzen und zu unserem eigenen intuitiven Heilwissen.
Wildkräuter können uns auf diesem Weg führen – als grüne Lehrerinnen, die uns daran erinnern, wer wir wirklich sind: Teil der lebendigen, heilenden Erde.


Mein Angebot

Auf einer etwa dreistündigen Wanderung durch die schöne Landschaft am Selenter See können unsere intuitiven Fähigkeiten wieder erwachen und unser Verbundensein mit allem Lebendigen gefühlt werden. 
Dabei begegnen wir den wilden Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung und lernen mit ihnen in Kontakt zu treten. 

  • Wir lernen, unser Herz als unser wichtigstes Wahrnehmungs- und Beziehungsorgan kennen.  
  • Wir erspüren, welche Heilmittel wir brauchen. 
  • Wir gestalten kleine Ernte- und Dankrituale.
  • Einfache Körperübungen helfen, Körper und Geist für eine tiefere  Wahrnehmung zu öffnen.

Anschließend genießen wir gemeinsam eine Suppe aus Wildkräutern der jeweiligen Jahreszeit und die Köstlichkeiten, die die Teilnehmer*innen mitgebracht haben. 
Bei Tee und Kaffee ist Zeit für wissenschaftliche Informationen sowie Pflanzengeschichten. Wir sprechen über Sammelzeiten, das Zubereiten von einfachen Hausmitteln und Methoden des Haltbarmachens. 
Wir stellen gemeinsam ein Heilmittel her, eine Tinktur, ein Pflanzenöl oder eine Blütenessenz, die mit nach Hause genommen werden kann. 

Kräuterwanderungen 2026

18. April

9. Mai

13. Juni

11. Juli

22. August

12. September

Mein Angebot - Wilde Medizin: Stockrose

jeweils von 10:00 bis 18:00 mit einem gemeinsamen Mittagessen. Es gibt eine Wildkräutersuppe, außerdem sind Beiträge für das gemeinsame Buffet willkommen. Da wir oft erst am frühen Nachmittag von unserem Ausflug zurückkommen, ist es vielleicht auch ratsam, sich ein wenig Proviant für unterwegs einzupacken.


Über Geld und Wertschätzung

Holles Garten: Wildkräuterwanderungen und Naturerfahrung

Seit ich Kräuterkurse anbiete, habe ich mich schwer damit getan, Geld dafür zu verlangen.
Anfangs waren meine Kurse sehr günstig – bis mich eine Frau, die selbst Kurse gab, darauf hinwies, dass ich „die Preise kaputt“ mache.

Als ich nach und nach etwas mehr verlangte, kam vereinzelt Kritik – obwohl ich immer noch im unteren Durchschnitt im Vergleich zu ähnlichen Angeboten lag.

Nachdenklich wurde ich, als sich eine Frau anmeldete, die von Grundsicherung lebte und sich den Kurs eigentlich gar nicht leisten konnte.
Sie hatte monatelang kleine Beträge zurückgelegt, um teilnehmen zu können. Das hat mich tief berührt – und zugleich die Frage aufgeworfen, wie ich mit dem Thema Geld umgehen möchte.

Zwischen Wertschätzung und Allmende

Natürlich habe ich auch Ausgaben: Homepage, Flyer, Materialien – all das kostet Geld.

Und es gibt das Thema Wertschätzung. Eine Frau hatte meinen Flyer nicht richtig gelesen und ging von Volkshochschulpreisen aus – fünf Euro pro Tag. Als ich sie auf den Irrtum hinwies, war sie empört. Ich war in dem Moment ehrlich gesagt froh, dass sie ihre Anmeldung zurückgezogen hat.

Trotzdem fühlt sich die Geldfrage für mich bis heute nicht ganz stimmig an.

Denn eigentlich finde ich, dass das Wissen um Kräuter und Heilpflanzen Allmende ist – ein Allgemeingut, das allen gehört.
Früher war es in vielen Dorfgemeinschaften selbstverständlich, dass heilkundige Menschen ihr Wissen aus Nächstenliebe und Gemeinschaftssinn teilten. Das war Teil der Nachbarschaftshilfe, kein Beruf im heutigen Sinn.

Was ist der Wert von Wissen?

Wie soll ich also berechnen, was meine Angebote wert sind?
Meine Ausbildung als Krankenschwester hat mir ein solides medizinisches Fundament gegeben, das in meine Kurse und Beratungen einfließt.
Dazu kommen unzählige Stunden des Lernens – von Lehrerinnen und Lehrern, aus Büchern und vor allem von den Pflanzen selbst.

Wie lässt sich das in Geld ausdrücken?
Und wie soll ich etwas berechnen, das aus meinem tiefsten Herzen kommt – das Teilen des Wissens um die grünen Helferwesen?

Ein anderer Blick auf Geld

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Schenkökonomie.
Inspiriert haben mich u. a. Genevieve Vaughan (For-Giving), Charles Eisenstein (Sacred Economics) und Robin Wall Kimmerer (Geflochtenes Süßgras).

Die Erde schenkt uns alles, was wir brauchen – und letztlich können wir nie einen angemessenen Betrag dafür zurückgeben.
Deshalb suche ich nach Wegen, die sowohl meinen Werten als auch den Bedürfnissen der Teilnehmenden gerecht werden.

Mein Weg heute

Meine ursprüngliche Idee war, die Teilnehmerinnen selbst entscheiden zu lassen, wie viel sie mir geben möchten.
Doch das hat – wie sich beim ersten Kurs 2022 zeigte – einige überfordert.
Darum folge ich nun einem Modell, das ich von Heike Pourian übernommen habe:

Ich schlage einen Beitragsrahmen zwischen 50 und 100 Euro vor.
Innerhalb dieses Rahmens entscheidet ihr selbst, was euch meine Kurse wert sind – nach euren Möglichkeiten und eurem Gefühl.