„Wenn der Wind sich dreht“…

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… ist der Titel eines neuen Filmes mit dem Untertitel „Eine Dokumentation über Heimat, Widerstand und die Stimme der Natur“, dessen Premiere ich am Sonntagabend erleben durfte. Mittlerweile ist er auf Youtube zu sehen und soll möglichst weiterverbreitet werden: Wenn der Wind sich dreht

Es geht um die rasant zunehmenden Windräder und ihre Folgen für uns alle. Der Film ist mehr als zweieinhalb Stunden lang und es werden in ihm unzählige Menschen aus allen Bereichen zum Thema interviewt, auch die bereits bestehenden Widerstandsbewegungen. Er geht ziemlich unter die Haut, aber ich habe es geschafft, ihn in voller Länge anzusehen und lasse ihn jetzt in mir nachwirken.

Auf unserer Reise nach Sachsen fuhren wir lange auf Landstraßen und sahen dabei nicht nur großflächig durch Windräder zerstörte Landschaft, sondern auch Zeichen des Widerstands in einigen der Dörfer. Ich war nie für Atomkraft, aber was jetzt geschieht, um den immensen Strombedarf zu decken (der sich durch die KI noch verdoppeln soll), erscheint mindestens genauso zerstörerisch. Ein Bekannter, der sich damit auskennt, sagte mir, daß selbst wenn ganz Deutschland voller Windräder und Photovoltaikanlagen stände und alle freie Natur dafür vernichtet wäre, würde das nicht ausreichen, um den Bedarf an Elektrizität zu decken.

Heimat

Auch der Rückweg führte wieder durch die Dörfer. In Sachsen–Anhalt, wo demnächst Landtagswahlen stattfinden, fielen mir die Wahlplakate der Partei Die Linke auf: Die Kandidatin warb mit dem Spruch „Heimat ist für alle da“. Der Begriff Heimat ist etwas aus der Mode gekommen. Nun haben ausgerechnet die Leute von Die Linke den Begriff für sich neu entdeckt. Denn kürzlich hat auch Heidi Reichinnek irgendwo gepostet: „Ich werde meine Heimat nicht den Faschisten überlassen.“

Ich mag den Begriff Heimat sehr gern. Heimat ist für mich der Ort, an dem ich zu Hause bin, die Landschaft, in der ich mich bewege, die sichtbaren und unsichtbaren Wesenheiten, die außer mir dort leben, der Himmel über mir und soviel mehr. Ich mag auch das Wort einheimisch. Ich bin eine Einheimische dieses Teils von Deutschland, in der Hügellandschaft der holsteinischen Schweiz. Ich habe in meinem Leben viele Heimaten gehabt: Hannover, Uslar und den Solling, den Reinhardswald, Münster, Ostholstein, Kiel und jetzt seit vielen Jahren an diesem Platz. Manche dieser Heimaten habe ich schon lange nicht mehr gesehen und werde sie wohl auch nicht mehr sehen. Aber sie sind in meinem Herzen. Ich habe sie liebgewonnen, ich habe eine Beziehung zu ihnen. Und deshalb möchte ich sie beschützen. Heimat ist für mich der Ort, an dem ich etwas bewirken kann und von dem ich Kraft bekomme.


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