Neulich fand ich irgendwo den Begriff „Handwerk“. Darüber freute ich mich und kann gar nicht sagen warum. Tagwerk, das sind doch die ganzen Tätigkeiten, die Tag für Tag anfallen. Oft mag ich diese Tätigkeiten – Holzhacken, Wäsche aufhängen, Abwaschen und so viel mehr; sie haben etwas Beruhigendes. Sie beschäftigen die Hände, während der Geist in andere Welten abdriften kann.
Mein heuiges Tagwerk bestand unter anderem darin, meine Sense zu dengeln und ein Stück Wiese zu mähen. Ich dengle mit einem Schagdengler, das ist eher was für Anfänger. Denn so fühle ich mich immer noch nach den ganzen Jahren, die ich schon mit der Sense mähe. Ich könnte einen Lehrer oder einer Lehrerin sowohl im Sensen wie auch im Dengeln gebrauchen, bin bis jetzt aber noch keinem begegnet. Ich fürchte, die sind am Aussterben. Dabei erscheint mir das Mähen mit der Sense als ziemlich nützliche Tätigkeit, Man verursacht keine nervtötenden Geräusche, schont die Insekten weitgehend und kommt im besten Fall in einen Flow. Zugegeben, den Flow habe ich bei Sensen eher selten. Manchmal ist es anstrengend, manchmal bleibt die Sensenspitze im unebenen Gelände hängen, mal legen sich die Grashalme hin, statt sich abschneiden zu lassen. Aber beim späteren Zusammenrechen, da kam ich heute in einen Flow. Und ich hatte ein sehr angenehm belüftetes Gefühl im Brustkorb.

Verwandt mit dem Wort Tagwerk ist das Handwerk. Auch das ist ein schönes Wort. Etwas mit den Händen machen kann doch sehr befriedigend sein.. Wenn Menschen ein Handwerk richtig beherrschen, habe ich höchsten Respekt. Und wenn sie diese Tätigkeit auch noch gern machen, dann geht doch eine wohltuende Energie ins morphogenetische Feld.


Diesen Aufkleber fand ich in Sineu – Mallorca an einem Fahrradständer.

Schreibe einen Kommentar