Neues Jahr, neue Seite

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Gestern war der liebe A. da, der mir auch Linux auf meinem Laptop und GrapheneOS auf meinem Smartphone eingerichtet habe, da ich einfach nicht mit dem Bildbearbeitungsprogramm klarkam. Ich soll nämlich meine Bilder verkleinern, damit sie nicht mehr so lange zum Laden brauchen. Das sind ja die technischen Feinheiten, mit denen ich mich schwertue. Ich habe von George Schlesinger von https://tatanka-design.de/ eine Menge Tipps bekommen. Ob ich die alle befolgen kann oder will, muss ich noch herausfinden. Auf jeden Fall bin ich ihm dankbar für die schöne neue Seite und die Geduld, mit der er mir Änderungen erklärt hat.

Weihnachten habe ich in Flensburg verbracht, über Silvester waren Tochter und Schwiegersohn bei mir und wir sind sehr ruhig ins neue Jahr gekommen. Eine einzige Rakete ist im Dorf in den Himmel geschossen worden. Ich mag die ganze Knallerei gar nicht, seit ich erlebt habe, wie panisch Tiere darauf reagieren.

Ein Buchtipp

In der Zwischenzeit habe ich natürlich wieder einiges gelesen, z. B. das Buch Verwilderte Pfade der germanischen Mythologie von Paul Wassmann. Ich las eine Rezension darüber kurz nachdem ich von David Seven Deers gehört hatte, wir Menschen in Deutschland sollten doch unsere eigenen Geschichten erzählen. Diese Worte haben übrigens nicht nur bei mir eingeschlagen, sondern auch bei einigen Menschen, denen ich davon erzählt habe. Der Autor kommt aus Deutschland, lebt aber seit vielen Jahrzehnten in Norwegen und hat dort einen sehr viel unbefangeneren Umgang mit germanischer Mythologie gefunden als wir ihn haben. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Missionierung der Kirchen kam erst recht spät in den Norden und konnte deshalb nicht soviel von der alten Kultur vernichten wie bei uns in Mitteleuropa. In Deutschland kam noch dazu, daß die Nazis die alten Mythen für ihre Zwecke benutzt und dabei stark verfälscht haben. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Überreste der alten Geschichten dann weitgehend aus dem Bewusstsein der Menschen verbannt. Wer sich damit beschäftigte, kam schnell in den Verdacht, ein Rechter zu sein.

Der Verlust unserer ureigenen Geschichte hat uns entwurzelt, da stimme ich Paul Wassmann voll und ganz zu. Stattdessen lernten wir in der Schule Geschichten, die aus dem Nahen Osten und dem Mittelmeerraum stammen. Der Autor widmet sich dem Weltbild der Germanen, ihren Göttern, dem Verhältnis von Frau und Mann, ihren sozialen Strukturen und vielem mehr. Obwohl ich mich seit vielen Jahren mit Schriften wie der Edda befasse, habe ich viel Neues und wirklich Erhellendes erfahren. Von daher war das Buch für mich eine Bereicherung.

Es gibt aber auch eine sehr große Einschränkung. Der Text wimmelt von grammatikalischen Fehlern, von teilweise völlig inkohärenten und unverständlichen Satzgebilden und nervigen Wiederholungen. Das hat den Lesegenuss ziemlich beeinträchtigt. Offensichtlich hat es überhaupt kein Lektorat gegeben. Das ist umso ärgerlicher, als das Buch unangemessen teuer ist. Wer es kaufen will, kann es vielleicht billiger auf Portalen mit gebrauchten Büchern finden.

vermutlich der Fußabdruck eines Dachses in meinem Garten

Schneekatastophe?

Meine Freundin I. kam mich für einige Tage besuchen. Wir hatten strengen Frost und Schneefall. Unsere Wetterapps meldeten mit leuchtenden Signalfarben Katastrophenalarm. Die auf die Straße gestellten Mülltonnen wurden nicht abgeholt. Allerdings waren die Wetterverhältnisse ziemlich weit von einer Katastrophe entfernt: Der Schnee war höchstens 10 cm hoch und es wehte ein eisiger, stürmischer Wind. Meine Güte, wir haben Winter und ich habe in meinem Leben ganz andere Wetter erlebt, die man eher als Katastrophe bezeichnet könnte. Wir leben offenkundig in einer Zeit, in der alles, was ein wenig vom gewohnten Zustand abweicht, als Katastrophe bezeichnet wird. „Angstmachen ist die neue Währung“, nannte vor einiger Zeit eine Freundin diese Haltung. I. und ich zogen uns warm an, machten einen langen Spaziergang und genossen den Winter.

Zum Schluss noch der Link zu einem kleinen Video, das mir sehr viel Spaß gemacht hat: es nimmt Trumps Pläne Grönland einzukassieren auf die Schippe: Greenland Defense Front – The Hungry Giant


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