Allmende

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Eine meiner treuen Leserinnen hat mich per Mail gefragt, ob es mir gut geht. – Ja, es geht mir gut und ich habe lange nicht geschrieben. Mir kam die Zeit seit dem letzten Post aber gar nicht so lang vor. Es haben sich Dinge ereignet, aber nichts wollte berichtet werden. Erwähnenswert finde ich aber, daß die Herzrhythmusstörungen, die sich im letzten Sommer sehr unangenehm bemerkbar gemacht haben im Herbst von einem auf den anderen Tag verschwunden sind – bis jetzt! Ich habe keine Erklärung dafür. Vielleicht hat mir die Herzgespanntinktur geholfen, ich weiß es nicht. Gleichzeitig schmeckte mir das Essen wieder richtig gut und ich fühlte mich sehr wohl in meiner Haut. Das ist so plötzlich gekommen, als sei ein Schalter umgelegt worden.

Mein Nachbar T., dem ich letztes Jahr schon beim Bäumefällen und Hacken geholfen habe, hat mich gefragt, ob ich mit ihm das übriggelassene Knickholz abhole und zerkleinere. Der Knick auf dem Weg zum Nachbardorf ist vor kurzem auf den Stock gesetzt worden und es liegen noch viele Stammstücke herum, die zu dick für den Häcksler waren. Der Förster hat es erlaubt, daß wir uns das gute Holz nehmen. Einiges haben wir schon weggeschafft, einiges liegt schon vor meinem Haus. Beim Arbeiten haben wir uns gegenseitig erzählt, wie schön es ist, Holz für lau zu bekommen, das direkt in der Nachbarschaft herumliegt. Das erinnert mich an den alten Brauch der Allmende: jedes Dorf hatte einen Wald, eine Wiese, die gemeinsam genutzt wurden. Aus dem Wald konnte jeder das Holz holen, das er und sie brauchte. Einige Bäume waren allerdings tabu, etwa der Holunder.

Shambalakrieger

Was soll ich zur Weltlage sagen? Satanische Kräfte sind am Werk, schon lange, aber jetzt ganz unverhohlen. Mir fällt dazu die Geschichte von den Shambalakriegern ein, die Joanna Macy in ihrem Buch Die Reise ins lebendige Leben erzählt. Einige halten diese Geschichte für eine Prophezeiung, die die heutige Zeit betrifft. Man findet sie im Internet.

Ich glaube übrigens, eine friedvolle Welt ist nur möglich, wenn wir im christlich geprägten Kulturkreis ganz bewusst das tief in unserer DNA verankerte Konzept von der „Erbsünde“ und den Glaubenssatz „Menschen sind schlecht“ niederlegen.


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